Trauercafé Ginkgo

Stimmen aus dem Team:
Dorothee Willer erzählt von sich
und spricht für das ganze Trauercafé-Team.

Dorothee Willer Dorothee Willer
Im Laufe meines Lebens sind einige meiner engsten Angehörigen gestorben. Dies erschütterte mich über lange Zeit zutiefst. In meinem Schmerz fühlte ich mich oft unverstanden und allein gelassen, ja sogar gemieden. Darum wünschte ich mir manchmal eine „Kleine Welt“ um mich herum, in der sich nur einfühlsame Menschen begegnen, die ebenfalls ein Kind, einen Partner, einen Bruder/eine Schwester oder einen engen Freund/Freundin schmerzlich vermissten. Wenn ich mich heute mit anderen Menschen darüber unterhalte, höre ich immer wieder, dass es ihnen ähnlich erging. Daraus entwickelte sich der Gedanke, heute eine solch „Kleine Welt“ zu ermöglichen und die freien Räumlichkeiten, die unser Gemeindehaus bietet, zu öffnen. Darum richtete unser Team das „Café Ginkgo“ ein, denn bei Kaffee und Kuchen entsteht meist eine angenehme Gesprächsatmosphäre. Dort können Personen mit ähnlichen Schicksalen in Kontakt kommen und wenigstens für ein paar Stunden – ganz nach ihren Bedürfnissen – zuhörend oder erzählend, lachend oder weinend, ein Stück ihre Trauer verarbeiten.